Körperzentrierte Psychotherapie

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Traditionellerweise werden die Psychotherapieformen heute noch in die grossen Gruppen der tiefenpsychologischen, verhaltenspsychologischen, humanistischen und systemischen eingeteilt.

Körperzentrierte Psychotherapie (KZPT) gehört schwerpunktmässig zu den humanistischen Formen.

Innerhalb der humanistischen Formen wird die KZPT der Gestalttherapie zugeordnet. Das Ziel ist die KZPT als eigenständige Psychotherapieform zu betrachten unter einem neuzeitlichen und integrativem Ansatz.

KZPT ist eine wissenschaftlich fundierte Methode. Die Wirksamkeit von KZPT ist belegt. (Röhricht 2009; Hausmann 2010). Sie wird verortet als eine gesprächsgestützte Interventionsform, die den Körper explizit und handelnd in den therapeutischen Prozess einbezieht. Menschliches Denken, Fühlen und Verhalten ist eng mit dem Körper verbunden. Dazu werden neurowissenschaftliche Befunde mit Schlussfolgerungen für die therapeutische Praxis aufgezeigt.

Körperzentrierte Psychotherapie IKP nach Yvonne Maurer (2004, 2006, Künzler et al. 2010) baut auf den wissenschaftlichen Methoden der Phänomenologie und der menschlichen Wirklichkeit auf. (Deine Welt). Das multidimensionale und systemische Denken unterstützt die Ganzheitlichkeit.

Das zentrale «anthropologische Würfelmodell» dieses Ansatzes macht mehrere Prämissen deutlich:

  • Die verschiedenen Lebensdimensionen sind eng miteinander verknüpft und sie beeinflussen sich gegenseitig.
    (Körperliche, psychisch-geistige, soziale und spirituelle Lebensdimension in Raum und Zeit).
  • (Therapeutische) Veränderung in einer Lebensdimension bewirkt Veränderung in den anderen Lebensdimensionen.
  • Die körperliche Selbstwahrnehmung ist demnach ein zentraler Weg zur Erschliessung der inneren Wirklichkeit. Körperliche Reaktionen, auch unbeachtete oder vermiedene, sind vorrangige Botschaften, sie sind entscheidend für die Veränderung emotionaler Reaktionen. Der Körper ist die Bühne der Gefühle. Die Schulung der Körperwahrnehmung stellt damit eine wichtige Interaktionsform dar.
  • Die Gestalttherapie will eine Erlebnisdichte zwischen dem Klienten und Therapeuten herstellen.
  • Das bio-psycho-soziale Modell wird miteinbezogen sowie die Entwicklungstheorie. Es ist nicht wichtig, die gesamte frühere Geschichte aufzurollen, sondern es ist wichtig die Zusammenhänge deutlich zu machen, zwischen aktuell störendem Verhalten und Erleben und dazugehörigem früheren Erleben und Lernen.
  • Die Orientierung basiert auf dem was uns gesund haltet und es wird prozessorientiert nach Stärken gesucht.
  • Multidimensionale und multimodale ressourcen- und reparativorientierte Veränderungstheorien beinhalten Shiften und  Restrukturierungen.

Dieser Ansatz durch Körperwahrnehmung die Selbstwahrnehmung stärken und so den Selbstwert und die Selbstachtung erhöhen, führt unmittelbar zu besserer psychischer Gesundheit.

«Achtsam durch ganzheitliches Leben und Erleben. Heilung geschieht durch ganzheitliche Aktivierung.»

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